Hüfte & Knie
Arthrose im Knie und in der Hüfte: Was hilft – Übungen, Therapie und wann eine OP?
Physio2Go-Redaktion · 23. Juni 2026
Die erste Treppe am Morgen fühlt sich an wie eingerostet, das Knie zwickt beim Aufstehen, die Hüfte meldet sich beim Anziehen der Socken: Arthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen – und sie macht sich oft schleichend bemerkbar. Gemeint ist der fortschreitende Verschleiß des Gelenkknorpels, am häufigsten im Knie (Gonarthrose) und in der Hüfte (Coxarthrose).
Eine wichtige Botschaft vorweg, weil sie vieles erleichtert: Arthrose ist zwar nicht heilbar – geschädigter Knorpel wächst nicht einfach nach –, aber sie ist gut behandelbar. Und der wirksamste Hebel ist genau das, was viele aus Angst vor weiterem Verschleiß meiden: Bewegung. Nicht Schonung hält das Gelenk fit, sondern die richtige Dosis Belastung.
Dieser Ratgeber erklärt, was im Gelenk passiert, worin sich Knie- und Hüftarthrose unterscheiden, wie Sie Bewegung richtig dosieren und welche Übungen die gelenkführende Muskulatur stärken – und wie das abgestufte Behandlungsmodell von der Physiotherapie bis zum künstlichen Gelenk aussieht. Gerade bei eingeschränkter Gehfähigkeit gehört zu unserem Angebot in Gelsenkirchen auch der Hausbesuch.
Arthrose verstehen: Warum „Verschleiß“ nur die halbe Wahrheit ist
Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels – jener glatten Schicht, die die Knochenenden im Gelenk überzieht und sie reibungsarm gleiten lässt. Wird dieser Knorpel dünner und rauer, reiben die Knochen stärker aneinander; das Gelenk schmerzt, wird steifer und entzündet sich zeitweise. Betroffen ist dabei nie nur der Knorpel, sondern das ganze Gelenk mit Kapsel, Bändern und Muskulatur.
Das Wort „Verschleiß“ führt allerdings leicht in die Irre. Es klingt nach einem Reifen, der mit jeder Bewegung weiter abfährt – und legt nahe, man müsse das Gelenk schonen. Tatsächlich stimmt das Gegenteil: Knorpel hat keine eigene Blutversorgung und wird nur über Bewegung ernährt, weil dabei Gelenkflüssigkeit wie bei einem Schwamm ein- und ausgepresst wird. Wer ein arthrotisches Gelenk dauerhaft schont, schwächt die schützende Muskulatur und verschlimmert die Beschwerden oft, statt sie zu lindern.
Arthrose ist nicht Arthritis
Die beiden Begriffe werden häufig verwechselt. Arthrose ist der mechanische Verschleiß des Gelenks; Arthritis ist eine Gelenkentzündung, etwa rheumatisch oder durch Gicht. Beides kann sich überlagern: Ist ein Arthrose-Gelenk akut überwärmt, geschwollen und stärker schmerzhaft, spricht man von einer „aktivierten Arthrose“ – dann steht kurzzeitig Entlastung statt Training im Vordergrund.
Gonarthrose und Coxarthrose: Knie und Hüfte im Vergleich
Arthrose im Knie und in der Hüfte ist dieselbe Grunderkrankung – doch sie macht sich an beiden Gelenken unterschiedlich bemerkbar. Wer die typischen Zeichen kennt, ordnet die eigenen Beschwerden besser ein.
| Merkmal | Kniearthrose (Gonarthrose) | Hüftarthrose (Coxarthrose) |
|---|---|---|
| Typischer Schmerzort | direkt am Knie, häufig an der Innenseite | in der Leiste oder im Gesäß, strahlt oft bis ins Knie aus |
| Frühes Warnzeichen | Anlaufschmerz nach dem Sitzen, Schmerz beim Treppabgehen | Schmerz beim Losgehen, Probleme beim Anziehen von Schuhen und Socken |
| Früh eingeschränkt | vollständiges Beugen und Strecken | Drehen und Abspreizen des Beins |
| Typische Alltagshürde | Treppen, längeres Stehen, in die Hocke gehen | Ein- und Aussteigen, Schuhe binden, längere Gehstrecken |
Knieschmerz kann aus der Hüfte kommen
Ein klassischer Stolperstein: Eine Hüftarthrose strahlt häufig in den Oberschenkel und bis ins Knie aus. Manche Betroffene klagen vor allem über „Knieschmerzen“, obwohl die Ursache in der Hüfte liegt. Welches Gelenk tatsächlich betroffen ist, klärt die ärztliche Untersuchung – wichtig, damit die Behandlung am richtigen Gelenk ansetzt.
Bewegung als Therapie: die richtige Belastungsdosis finden
Bewegung ist bei Arthrose keine Nebensache, sondern die Basis jeder Behandlung. Sie ernährt den Knorpel, hält das Gelenk beweglich und kräftigt die Muskeln, die das Gelenk führen und entlasten. Entscheidend ist nicht möglichst viel oder möglichst wenig, sondern die richtige Dosis.
Die Schmerzampel: so dosieren Sie richtig
Eine einfache Faustregel hilft beim Einschätzen: Schmerzen bis etwa 3 von 10 während und kurz nach der Bewegung sind in Ordnung – Grün bis Gelb. Klettert der Schmerz darüber oder hält er bis zum nächsten Tag an, war die Dosis zu hoch (Rot): dann beim nächsten Mal Umfang oder Intensität zurücknehmen. Als Orientierung gilt die 24-Stunden-Regel – das Gelenk sollte sich am Tag nach der Belastung nicht schlechter anfühlen als vorher.
Welche Bewegung tut dem Gelenk gut? Gefragt sind gleichmäßige, gelenkschonende Bewegungsabläufe mit wenig Stoßbelastung:
- gut geeignet: Radfahren und Ergometer – gleichmäßig und mit wenig Stoß
- gut geeignet: Schwimmen und Wassergymnastik, weil das Wasser einen Teil des Körpergewichts trägt
- gut geeignet: Nordic Walking und zügiges Gehen auf ebenem Grund
- gut geeignet: geführtes Krafttraining für die Bein- und Hüftmuskulatur
- weniger geeignet: Sportarten mit abruptem Stoppen, Springen oder Drehen (etwa Squash oder Fußball) sowie tiefe Kniebeugen unter Last
Übungen, die das Gelenk stärken – Schritt für Schritt
Der wirksamste Gelenkschutz ist eine kräftige Muskulatur: Ein starker Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) entlastet das Knie, kräftige Gesäßmuskeln stabilisieren die Hüfte. Die folgenden Übungen zielen genau darauf. Führen Sie sie ruhig und im schmerzarmen Bereich aus – lieber regelmäßig in kleiner Dosis als selten mit Gewalt.
Quadrizeps anspannen (Knie)
Setzen Sie sich aufrecht hin und strecken Sie ein Bein. Spannen Sie die Oberschenkelvorderseite an, sodass sich die Kniescheibe leicht nach oben zieht. Halten Sie die Spannung etwa fünf Sekunden, dann lösen. 10–15 Wiederholungen je Seite.
Beckenbrücke (Hüfte und Gesäß)
In Rückenlage die Füße aufstellen und das Becken langsam anheben, bis Oberschenkel und Rumpf eine Linie bilden; oben kurz halten, kontrolliert absenken. Das kräftigt Gesäß und hintere Oberschenkel. 8–12 Wiederholungen.
Bein abspreizen (Seitlage)
In Seitlage das obere, gestreckte Bein langsam anheben und wieder senken, ohne das Becken nach hinten zu kippen. Das stärkt die seitlichen Hüftstabilisatoren. 10–12 Wiederholungen je Seite.
Einbeinstand am Stuhl (Gleichgewicht)
Mit einer Hand an der Stuhllehne auf einem Bein stehen und das Gleichgewicht halten, das andere Bein leicht abheben. Das schult Stabilität und Sturzsicherheit. Dreimal je etwa 20 Sekunden pro Seite.
Sanft mobilisieren
Im Sitzen das Knie locker aus- und einbeugen oder im Stehen die Hüfte kontrolliert vor- und zurückpendeln – ohne in den Schmerz zu gehen. Das hält die Beweglichkeit und bereitet das Gelenk auf den Tag vor. 1–2 Minuten.
Bei heißem, geschwollenem Gelenk pausieren
Übungen gehören in den schmerzarmen Bereich – an guten wie an schlechten Tagen, denn Regelmäßigkeit zählt. Ist ein Gelenk dagegen akut überwärmt, deutlich geschwollen oder plötzlich blockiert, reduzieren Sie die Belastung und lassen die Ursache ärztlich abklären; das gilt auch für starke Schmerzen nach einem Sturz. Solche Zeichen sprechen für eine aktivierte Arthrose oder eine andere Ursache, die zuerst geklärt gehört.
Gewicht und Alltag: das Gelenk täglich entlasten
Neben Bewegung gibt es einen zweiten starken Hebel, vor allem fürs Knie: das Körpergewicht. Beim Gehen und Treppensteigen wirkt auf das Kniegelenk ein Mehrfaches des Körpergewichts – jedes Kilo weniger entlastet das Gelenk also spürbar. Schon eine Abnahme von mehr als fünf Prozent kann Beweglichkeit und Schmerzen verbessern. Das macht Gewichtsmanagement bei Übergewicht zu einem der wirksamsten konservativen Bausteine.
Dazu kommt der Alltag selbst: Mit ein paar Anpassungen entlasten Sie das Gelenk bei jedem Schritt.
- einen Gehstock auf der gesunden Seite führen – so wird das betroffene Bein wirksam entlastet
- gut gedämpfte Schuhe mit weicher Sohle statt harter Absätze
- eine erhöhte Sitzgelegenheit und eine Toilettensitzerhöhung, die Knie und Hüfte beim Aufstehen schonen
- Haltegriffe im Bad und ein rutschfester Untergrund für mehr Sicherheit
- Wärme in beschwerdearmen Phasen als angenehme Begleitung, Kälte eher bei akuter Schwellung
Tipp aus unserer Praxis
Viele empfinden einen Gehstock oder eine Sitzerhöhung zunächst als Eingeständnis. Dabei ist das Gegenteil richtig: Hilfsmittel sind kein Aufgeben, sondern halten Sie länger und schmerzärmer in Bewegung – und Bewegung ist genau das, was dem Gelenk hilft. Welche Hilfsmittel sinnvoll sind und wie Sie sie richtig nutzen, stimmen wir im Befund mit Ihnen ab.
Das Stufenmodell: konservativ vor Operation
Arthrose wird in Deutschland nach einem abgestuften Modell behandelt: Erst werden die nicht-operativen (konservativen) Möglichkeiten ausgeschöpft, bevor ein künstliches Gelenk überhaupt zur Debatte steht. Das entlastet viele Betroffene, die bei der Diagnose sofort an eine Operation denken.
| Stufe | Was dazugehört | Ziel |
|---|---|---|
| Basis | Aufklärung, Bewegung und Training, Gewichtsreduktion, Physiotherapie, Hilfsmittel | Schmerz lindern, Funktion und Selbstständigkeit erhalten |
| Ergänzend | schmerzlindernde Maßnahmen und Medikamente nach ärztlicher Rücksprache, physikalische Therapie | akute Phasen überbrücken, aktiv bleiben können |
| Operativ | Gelenkersatz (Endoprothese/TEP), wenn der Leidensdruck hoch bleibt und konservativ ausgeschöpft ist | Schmerz und Mobilität deutlich verbessern |
Wichtig: Physiotherapie zieht sich durch alle Stufen. Sie ist die Basis der konservativen Behandlung, begleitet ergänzende Maßnahmen – und ist vor und nach einer Operation entscheidend für das Ergebnis. Die aktuelle Leitlinie der orthopädischen Fachgesellschaften (S3-Leitlinie zur Gonarthrose) nennt Bewegung, Krafttraining und Gewichtsmanagement ausdrücklich als tragende Säulen über viele Jahre.
Wenn ein Gelenkersatz ansteht: Prehab und Reha
Reichen die konservativen Maßnahmen über längere Zeit nicht mehr aus und bleibt der Leidensdruck hoch, kann ein künstliches Gelenk (Endoprothese, kurz TEP) sinnvoll werden. Ein solcher Gelenkersatz kann Schmerzen deutlich lindern und Beweglichkeit zurückgeben – er macht das Gelenk aber nicht „wie neu“, hat eine begrenzte Haltbarkeit und braucht Zeit und Training, bis er sich im Alltag bewährt. Die Entscheidung trifft immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit Ihnen.
Zwei Phasen rund um die Operation sind besonders wichtig – und beide sind klassische Physiotherapie:
- Prehabilitation vor der OP: Wer Muskelkraft und Beweglichkeit schon vorher aufbaut, steht nach dem Eingriff erfahrungsgemäß schneller wieder auf den Beinen, weil die bessere Ausgangslage die Reha erleichtert.
- Frühphase direkt nach der OP: In Klinik und Anschlussrehabilitation werden Aufstehen, Gehen und erste Belastung angebahnt.
- Ambulante Reha: Krankengymnastik baut Kraft, Gangbild und Beweglichkeit weiter auf – oft über mehrere Monate.
- Langfristig aktiv bleiben: Auch ein künstliches Gelenk profitiert dauerhaft von regelmäßiger, gelenkschonender Bewegung.
Gerade in der gehbehinderten Frühphase nach einer Knie- oder Hüftoperation ist der Weg in eine Praxis oft beschwerlich. Dann kann die Physiotherapie als Hausbesuch zu Ihnen nach Hause kommen.
Welche Physiotherapie bei Arthrose sinnvoll ist
Bei Arthrose stehen aktive Krankengymnastik und Manuelle Therapie im Vordergrund, ergänzt um Wärmetherapie außerhalb akuter Schübe; welche Mischung passt, richtet sich nach Gelenk, Beschwerdebild und Phase:
- Krankengymnastik ist der Kern: gelenkschonender Aufbau der führenden Muskulatur (Quadrizeps am Knie, Gesäßmuskeln an der Hüfte), Erhalt der Beweglichkeit und – gerade bei der Hüfte – Gangschulung.
- Manuelle Therapie löst mit sanften Zug- und Gleittechniken Bewegungseinschränkungen und kann den Anlaufschmerz lindern.
- Wärmetherapie tut in beschwerdearmen Phasen gut und bereitet das Gewebe auf Bewegung vor – nicht jedoch im akut entzündeten Schub.
- Geräte- oder Reha-Sport baut nach einer Operation Kraft und Ausdauer kontrolliert wieder auf.
In der Praxis kombinieren wir diese Verfahren, abgestimmt auf Ihr Gelenk und Ihren Alltag. Den Rahmen dafür gibt die ärztliche Verordnung vor.
Verordnung, Krankenkasse und Zuzahlung
Krankengymnastik und Manuelle Therapie bei Arthrose sind verordnungsfähige Heilmittel. Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung. Weil Arthrose chronisch verläuft, geht es dabei oft nicht um eine einzelne Verordnung, sondern um eine Versorgung über längere Zeit.
| Leistung | Wer zahlt |
|---|---|
| Krankengymnastik & Manuelle Therapie auf Rezept | gesetzliche Krankenkasse |
| Gesetzliche Zuzahlung | 10 % der Behandlungskosten plus 10 € je Verordnung; bei Befreiung entfällt sie |
| Dauerhafter Bedarf bei chronischer Arthrose | bei entsprechender Diagnose ggf. als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt – fortlaufende Verordnung möglich |
| Ohne ärztliche Verordnung | Selbstzahler |
| Als Hausbesuch | Krankenkasse, wenn der Hausbesuch auf der Verordnung vermerkt ist |
Bei einer dauerhaften Erkrankung wie Arthrose geht es selten um eine einmalige Behandlungsserie. Häufig sind wiederkehrende Verordnungen über Jahre sinnvoll; bei bestimmten Diagnosen ist das als langfristiger Heilmittelbedarf hinterlegt, sodass die Therapie ohne ständige neue Genehmigung weiterlaufen kann. Ob das in Ihrem Fall greift, klären Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und Ihre Krankenkasse.
Arthrose-Behandlung in Gelsenkirchen – auch als Hausbesuch
Anlaufschmerz am Morgen, Mühe beim Treppensteigen, kürzere Gehstrecken – Knie- und Hüftarthrose verändern den Alltag oft Schritt für Schritt. Bei Physio2Go im Neumarkthaus in der Gelsenkirchener Altstadt behandeln wir Arthrose mit einem gelenkschonenden Kraft- und Bewegungsprogramm, Manueller Therapie und – außerhalb akuter Schübe – ergänzender Wärme.
Gerade die typische Arthrose-Zielgruppe – ältere und in der Gehfähigkeit eingeschränkte Menschen sowie frisch am Knie oder an der Hüfte Operierte – erreicht eine Praxis oft nur schwer. Deshalb ist der Hausbesuch hier keine Randnotiz: Wir kommen in alle Gelsenkirchener Stadtteile zu Ihnen nach Hause. Vereinbaren Sie einen Termin telefonisch oder über unser Kontaktformular – im Befund besprechen wir, was Ihrem Gelenk am meisten hilft.
Häufige Fragen
Kann man Arthrose heilen?
Nein, Arthrose ist nicht heilbar, da sich geschädigter Gelenkknorpel nicht vollständig neu bildet. Sie lässt sich aber gut behandeln: Mit Bewegung, gezieltem Muskelaufbau, Gewichtsreduktion und Physiotherapie können Schmerzen gelindert, die Beweglichkeit erhalten und das Fortschreiten verlangsamt werden.
Soll ich mein Gelenk bei Arthrose schonen oder bewegen?
Bewegen. Knorpel wird nur über Bewegung mit Nährstoffen versorgt, und dauerhafte Schonung schwächt die stützende Muskulatur und verschlimmert die Beschwerden. Richtig ist eine dosierte, gelenkschonende Bewegung wie Radfahren, Wassergymnastik oder geführtes Krafttraining im schmerzarmen Bereich – nur ein akut entzündetes, überwärmtes Gelenk wird kurzzeitig entlastet.
Was ist der Unterschied zwischen Knie- und Hüftarthrose?
Bei der Kniearthrose (Gonarthrose) sitzt der Schmerz direkt am Knie und zeigt sich vor allem beim Treppabgehen sowie als Anlaufschmerz nach dem Sitzen. Bei der Hüftarthrose (Coxarthrose) liegt der Schmerz typischerweise in der Leiste oder im Gesäß und strahlt oft bis ins Knie aus; früh fallen Drehbewegungen und das Anziehen von Schuhen und Socken schwer.
Welcher Sport ist bei Knie- und Hüftarthrose geeignet?
Geeignet sind gelenkschonende Bewegungsformen mit gleichmäßigem Ablauf: Radfahren, Schwimmen, Aquajogging, Nordic Walking und geführtes Krafttraining. Weniger geeignet sind Sportarten mit abruptem Stoppen, Springen oder Drehen wie Squash, Fußball oder Tennis sowie tiefe, belastete Kniebeugen.
Hilft Abnehmen bei Arthrose?
Ja, besonders bei Kniearthrose. Beim Gehen und Treppensteigen wirkt auf das Kniegelenk ein Mehrfaches des Körpergewichts; daher entlastet schon eine moderate Gewichtsabnahme das Gelenk spürbar und kann Schmerzen verringern. Gewichtsreduktion gilt als einer der wirksamsten konservativen Bausteine.
Wann ist bei Arthrose eine Operation nötig?
Eine Operation, meist ein Gelenkersatz (TEP), kommt erst infrage, wenn die konservativen Möglichkeiten – Bewegung, Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Hilfsmittel und ärztlich abgestimmte Schmerztherapie – über längere Zeit ausgeschöpft sind und der Leidensdruck hoch bleibt. Die Entscheidung trifft immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit Ihnen.
Was bringt Physiotherapie vor einer Knie- oder Hüft-OP?
Diese Vorbereitung nennt man Prehabilitation. Wer vor dem Gelenkersatz Muskulatur und Beweglichkeit aufbaut, kommt nach der Operation in der Regel schneller wieder auf die Beine, weil eine bessere Ausgangskraft die anschließende Reha erleichtert.
Bekomme ich die Arthrose-Behandlung auch als Hausbesuch?
Ja. Gerade bei stark eingeschränkter Mobilität oder in der Frühphase nach einer Knie- oder Hüftoperation behandeln wir Sie zuhause. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist ein Hausbesuch-Vermerk auf der ärztlichen Verordnung; wir kommen in alle Gelsenkirchener Stadtteile.
Weiterführend
- Krankengymnastik – gelenkschonendes Training bei Arthrose
- Manuelle Therapie zur Gelenkmobilisation
- Wärmetherapie – begleitend außerhalb akuter Schübe
- Rückenschmerzen: Übungen und wann zur Physiotherapie
- Knie nach Kreuzband- oder Meniskus-OP: die Reha nach der Operation
- Läuferknie / vorderer Knieschmerz (patellofemoral, bei aktiven Menschen)
- Hausbesuch: Physiotherapie bei Ihnen zuhause
- Einsatzgebiete in Gelsenkirchen
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Physio2Go-Redaktion
Praxis-Team von Physio2Go im Neumarkthaus, Gelsenkirchen
Fachlich geprüfte Ratgeber des Physiotherapie-Teams von Physio2Go im Neumarkthaus. Wir behandeln in unserer Praxis in der Gelsenkirchener Altstadt und als Hausbesuch in ganz Gelsenkirchen.
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